Protokoll der Gründungsversammlung

Protokoll der Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Vahle am 28. März 1952, um die Verhältnisse im Feuerlöschwesen der Gemeinde zum bessern zu wenden, wurde vor einiger Zeit beschlossen eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Für die heut angesetzte Gründungsversammlung wurde von 36 Personen besucht. Der bisherige Gemeindewehrführer der Pflichtfeuerwehr Herr Jahns eröffnete die Versammlung, begrüßte die Anwesenden insbesondere aber der Kreiswehrführer Herrn Kreisbrandmeister Hornhardt, seinen Stellvertreter Herrn Fricke, Uslar und den Schriftführer des Kreisfeuerwehrverbandes Herrn Starnkebaum. Nach kurzen einleitenden Worten bat er den Herrn Kreisbrandmeister zu der Versammlung zu sprechen. Dieser sprach ausführlich über Zweck und Ziel der Freiwilligen Feuerwehren. Unter anderem führte er aus, daß die Gemeinde Träger der Wehr sei und die zu gründende Freiwillige Feuerwehr Vahle die 66. im Kreise von 80 Gemeinden sein würde. Die Mitglieder, die ihren Dienst zum Wohle der Allgemeinheit ausführen müßten, haben diesen Dienst unentgeltlich und diszipliniert auszuführen. Disziplin bedeute aber nicht Militarismus. Die Erziehung zum schnellen Angriff sei ohne Disziplin eben nicht denkbar. Im Dienst seien die Wehrleute gegen Schaden versichert und können auch gegen Unfälle  in der Unfallschutzkasse versichert werden. In seinen Ausführungen streifte der Vortragende auch die Lehrgänge auf der Landesfeuerwehrschule in Celle, die vom Land Niedersachsen unterhalten und finanziert werde. Es sei unbedingt erforderlich, daß der jeweilige Brandmeister, sein Stellvertreter und die Zugführer die Kurse daselbst besuchen. Erforderlich sei ferner die möglichst baldige Uniformierung wenigstens eines Teils der Wehr. Hinsichtlich der Finanzierung der dadurch entstehenden Kosten sei von der Gemeinde sofort ein Antrag auf eine Beihilfe beim Kreise zu stellen, der wohlwollend geprüft werden soll. Der Gemeindebrandmeister dankte dem Kreisbrandmeister für seine Ausführungen. In der darauf folgenden Abstimmung wurde die Gründung der Wehr einstimmig beschlossen. Nun wurden die einzelnen Paragraphen der Satzung durchgesprochen, wobei der Kreisbrandmeister erläuternde Ausführungen gab. Auch die Satzung wurde einstimmig angenommen. Die jetzt erfolgte Vorstandswahl, die ebenfalls durchweg einstimmig erfolgte ergab folgendes Ergebnis:        

 

                        1. Vorsitzender,         Gemeindebrandmeister Heinrich Jahns

                        2. Stellvertreter,        Bauer Heinrich Henniges,

                        3. Schriftwart,            Bauer Wilhelm Sauermann,

                        4. Kassenwart,            Sparkassenangestellter Otto Dreier,

                        5. Gerätewart,             Bauer Gustav Weidner,

 

zu Zugführern wurden die Bauern Karl Habenei, und Friedrich Lesemann jun. gewählt. Seitens der Gemeindeverwaltung nahmen an der Sitzung teil die Gemeinderäte, Heinrich Sprenger, Rudolf Schülke, Hans Ruppert, Fritz Heyer, Ernst Tschech und der Gemeindedirektor Karl Uthardt, der auch das Protokoll führte. Seitens der Erschienenen Gemeindevertretung wurde der Wehr Förderung in jeder Weise im Rahmen der vorhandenen Mittel zugesagt. Die Versammlung wurde um 22.15 Uhr geschlossen und verblieben die Kameraden noch einige Zeit gemütlich beisammen.

 

                                                                                                                                        

Gemeindebrandmeister                                                                Schriftführer